"Hana" von Alena Mornstajnova

es liest: Laura Schimmler

Eintritt frei!

„Hana“, der dritte Roman der 1963 geborenen tschechischen Schriftstellerin und Übersetzerin Alena Mornštajnová, wurde nach seinem Erscheinen in Tschechien 2017 mehrfach ausgezeichnet und seither in 15 Sprachen übersetzt. Raija Hauck hat es nun für den österreichischen WieserVerlag ins Deutsche übersetzt.
Bittersüß wird uns eine Familiensaga mit vielen Einzelschicksalen nahegebracht, die auf wahren Begebenheiten in einer mährischen Kleinstadt im Osten Tschechiens beruht. Die 9-jährige Mira überlebt als einzige ihrer Familie durch einen Zufall eine rätselhafte Typhus-Epidemie - wie noch ihre Tante Hana. Diese wunderliche, schweigsame Frau kümmert sich fortan um das Mädchen.
Im Schicksal dieser beiden Personen offenbart sich ein fesselndes Abbild der Realität - mit ihren Träumen, Sehnsüchten und Vorstellungen, die aber wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung, Abstammung oder wegen dummer Zufälle nicht erfüllt werden können. Ein großes Thema dieses Buches sind die Folgen des Holocaust und des 2. Weltkrieges, die die Juden erleiden mussten. In ihren Verwerfungen und Verstrickungen zeigt die furios erzählte Darstellung alles, was das wirkliche Leben bietet: Liebe, Tod, neues Leben, Freundschaft, Verrat, Hass, Verzeihung und auch Hoffnung. Und die tragisch in das Geschehen verwickelten Opfer sehen sich selbst Fragen nach ihrem Versagen und Schuldgefühlen ausgesetzt.
Sie werden dieses furios erzählte Buch in einem Zug lesen, es auch nicht über Nacht fortlegen und nach der Lektüre nicht mehr aus dem Kopf bekommen!

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